Therapeutenteam, Familienstellen, Tantra-Seminare in Frankfurt
Franz Reuter
Schwierige, überfordernde Lebenssituationen hinterlassen ihre Spuren im Körper-Geist-System. Bedrohliche Emotionen werden verdrängt - meist geschieht dies schon in der Kindheit -, weil sie das System überfordern; ihre Energie ist aber immer noch wirksam. Verschiedene therapeutische Methoden können dabei unterstützen, diese alten auskristallisierten Muster aufzulösen, um wieder - oder überhaupt erstmals - zu einem eigenständigen Leben zu gelangen.
Manche der Lebensschwierigkeiten sind jedoch nicht aus der eigenen Biographie erklärbar; sie gründen sich auf Bindungen im Familiensystem. Schwierigkeiten in der Paarbeziehung oder Schwierigkeiten, überhaupt einen Partner zu finden, Schwierigkeiten mit Sexualität, Ängste in den verschiedenen Formen, Hemmungen, Unklarheit, Schwierigkeiten in Beruf und Lebensführung, oder einfach das Gefühl, nicht richtig zu sein oder das eigene Leben nicht richtig zu leben, all das können Anzeichen für unbewußtes Festhalten an Aufträgen des Herkunftsystems sein. Wenn wir hier eine Klärung erreichen, z.B. über das Mittel der Familienaufstellung, können wir uns aus den alten, behindernden Bindungen lösen, die bisher gebundene Energie wird frei für unser Leben in der Gegenwart. Wir werden offen für die Fülle des Lebens; die Fülle überfordert uns nicht mehr, sondern schenkt uns Möglichkeiten der Hinwendung.
Bei der Seelenarbeit oder Psychotherapie geht es in der Essenz darum, altem Schmerz nicht mehr auszuweichen, Gefühle nicht zu vermeiden, sondern sie liebevoll anzunehmen und zu schauen, was ihre verborgene Botschaft ist. Diese Gefühle sind nicht etwas, was von außen auf uns zugekommen ist, sondern sie sind unsere innere Reaktion auf Lebenssituationen von außen. Wenn wir erwachsen sind, hat sich unsere Situation im Außen bereits tiefgreifend verändert; im Erleben ist aber noch der kindliche Blick vorherrschend. Um zu genesen, müssen wir lernen, dies zu erkennen, um diesen bisher unterdrückten Gefühlen Gelegenheit zu geben, sich auflösen zu können. Dafür braucht es einen sicheren Rahmen, in dem die bei der Lösung auftretenden Ängste aufgefangen werden. Dann kann sich Angst in Umsicht verwandeln, Wut in Authentizität, Depression in Mitgefühl, Hilflosigkeit in Freude an der Vielfalt des Lebens.
In den Einzelsitzungen unterstütze ich dies methodisch mit tiefenpsychologischen Gesprächen, mit systemischen inneren Aufstellungen oder Aufstellungen mit Bodenankern. Meist ist eine Aufstellung in der Gruppe zu Beginn der Einzelsitzungen hilfreich.
Mein besonderes Augenmerk gilt der Arbeit mit Eltern und Kindern. In den 90er Jahren arbeitete ich als Diplompädagoge in der sozialpädagogischen Familienhilfe in Frankfurt; in dieser Zeit betreute ich Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befanden und für einige Zeit Unterstützung und Beratung suchten. Oft ging es um das Wohlergehen der Kinder und um Fragen der Gefahrenabwendung. Auch heute arbeite ich noch einige Stunden in der Woche mit Kindern, jetzt jedoch in einem Kinderladen als Betreuer. Diese Arbeit ist ein sehr befruchtendes Feld für mich, denn Kinder sind ein direkter Spiegel und ein unendliches Lernfeld gerade für uns Erwachsene. Die Erfahrungen, die ich in den Jahren davor in der sozialpädagogischen Familienhilfe sammeln durfte, und die heutige Arbeit im Kinderladen lassen mich gerade in der Arbeit mit Eltern aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen.
Manchmal zeigen Kinder Symptome wie Lernschwierigkeiten, Schulverweigerung, Schlafstörungen, Ängste, ADHS, Einnässen oder Aggressivität. Diese Schwierigkeiten der Kinder sind oft nicht individuelle, sondern durch Dynamiken des Familiensystems bestimmt. Der Blick darauf eröffnet in der Regel völlig neue Perspektiven beim Schauen auf den "Problemträger", und die meist lange leidvoll erlebten Symptome können sich wandeln und erlösen.
- Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz)
- Empfohlener Aufsteller der DGfS (Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen)
- Vorträge und Workshops auf nationalen und internationalen Kongressen
